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Sozialgericht
stärkt die Rechte von Schmerzpatienten.
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden,
er
muß
also nicht
irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren
sondern kann unter Hinweis auf das Urteil
gleich Widerspruch einlegen.
Hier
gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die
Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile
rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
Ein kleiner Eindruck von Bad
Mergentheim:

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Zu Schmerzthemen, die Körperbereiche oder Organe betreffen,
gelangen Sie
hier
-
Zu allgemeinen und therapiebezogenen Schmerzthemen gelangen
Sie
hier
Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:
Arthritis:
http://www.arthritis-information.de Arthrose:
http://www.1-arthrose.de
Armschmerzen:
http://www.armschmerz.com
Atypische Gesichtsschmerzen:
http://www.atypischer-gesichtsschmerz.de
Bandscheibenvorfall:
http://www.bandscheibenvorfall.biz
Beinschmerzen:
http://www.beinschmerz.com
Borreliose:
http://www.bor-reliose.de
Brustwirbelsäulensyndrom:
http://www.bws-syndrom.de
Brennende Füße:
http://www.burning-feet-syndrom.de
Cluster-Kopfschmerz:
http://www.cluster-kopfschmerz.org
CRPS:
http://www.komplexes-regionales-schmerzsyndrom.de
Durchblutungsstörung:
http://www.durchblutungs-stoerung.de
Dorsalgie:
http://www.dorsalgie.com
Fibromyalgie:
http://www.fibromyalgie.at
Fibromyalgiesyndrom:
http://www.fibromyalgiesyndrom.eu
Gelenkschmerzen:
http://www.gelenksschmerzen.de
Gesichtsschmerz:
http://www.gesichtsschmerzen.de
Gliederschmerzen:
http://www.gliederschmerzen.com
Gürtelrose:
http://www.guertelrose.co.uk
Halswirbelsäulensyndrom:
http://www.hws-syndrom.de
Herpes zoster:
http://www.herpes-zoster.eu
Hörsturz:
http://www.gehoersturz.org
Hüftschmerzen:
http://www.xn--hftschmerz-9db.de
Ischias:
http://www.ischias.co.uk
Kausalgie:
http://www.kausalgie.de
Kopfschmerzen:
http://www.kopfschmerz.cc
Kreuzschmerz:
http://www.kreuzschmerz.org
Leistenschmerzen:
http://www.leistenschmerz.de
Lendenwirbelsäulensyndrom:
http://www.lws-syndrom.de
Lumbalgie:
http://www.lumbalgie.de
Lumboischialgie:
http://www.lumboischialgie.eu
Migräne:
http://www.migraene.cc
Morbus Sudeck:
http://www.morbus-sudeck.de
Muskelschmerzen:
http://www.muskelschmerz.net
Neuralgie:
http://www.neuralgie.com
Osteomyelitis:
http://www.osteo-myelitis.de
Schleudertrauma:
http://www.schleudertrauma.li Polyneuropathie:
http://www.polyneuropathie.com
Postzosterische Neuralgie:
http://www.postzosterische-neuralgie.com
Restless legs:
http://www.restless-legs-syndrom.eu
Rückenschmerzen:
http://www.xn--rckenschmerz-dlb.com
Schlaganfall:
http://www.hemialgie.de (Hemialgesie)
Schulterschmerzen:
http://www.schulterschmerz.com
Spannungskopfschmerzen:
http://www.spannungskopfschmerz.de
Spinalkanalstenose:
http://www.spinalkanal-stenose.de
Steißbeinschmerzen:
http://www.kokzygodynie.de
Sudeck Dystrophie:
http://www.sudeck-dystrophie.de
Thalamusschmerzen:
http://www.thalamusschmerz.de
Tinnitus:
http://www.tin-nitus.de
Zephalgie:
http://www.cephalgie.com
Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
Schmerzklinik (1):
www.schmerzklinik-1a.de,
Schmerzklinik (2):
www.schmerzklinik-1.de
Schmerzklinik (3):
www.schmerzklinik.biz
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
www.norderney-insel-hotel.de
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Informationen über
Schmerzerkrankungen
NERVENSCHMERZ
Grundsätzlich kann ein
Schmerz in drei
Formen auftreten:
1.
Nozizeptorschmerz
- Diese Schmerzart liegt am häufigsten vor. Dabei entsteht der
Schmerz da, wo er auch empfunden wird. Die
schmerzauslösende körperliche Störung oder Schädigung wird im betroffenen
Körperbereich mit Hilfe eines sog. Rezeptors dem Nervensystem sozusagen
"aufgeschaltet" und dann an das Gehirn weitergeleitet. Je nach Art des zu
registrierenden Reizes unterscheidet man z.B. Chemo-, Thermo-, Baro-
(= den Blutdruck betreffender),
akustische oder taktile
(= den Tastsinn betreffender)
Rezeptoren.
2.
Übertragungsschmerz
(engl.
Referred pain). Bei dieser Schmerzart
entsteht der
Schmerz nicht dort
wo er empfunden wird. So können z.B. Affektionen
(= Störungen, Erkrankungen)
der inneren Organe über Reflexzonen, auch als Head`sche Zonen bezeichnet, auf
die zugehörigen Dermatome
(= von 1 Nerven versorgte Hautsegmente)
an der Körperoberfläche übertragen und dann auch dort empfunden werden. So
projizieren z.B. Erkrankungen der Speiseröhre und auch der Bauchspeicheldrüse
Schmerzen in die
Brustwirbelsäule,
Gallenerkrankungen können auf diese Weise zu
Schulterschmerzen
und Unterleibserkrankungen zu
Kreuzschmerzen
führen.
Mit den Head`sche Zonen alleine sind allerdings solche
Übertragungsschmerzen
bzw. Übertragungsphänomene nicht immer zu erklären. So ist z.B. bekannt, daß
Herzerkrankungen linksseitige
Unterkieferschmerzen
und/oder auch linksseitige
Armschmerzen
bewirken können.
3.
Nervenschmerz,
auch als neuropath ischer oder
fortgeleiteter Schmerz
bezeichnet. Auch bei dieser Schmerzart entsteht der Schmerz nicht dort wo er
empfunden wird. In diesem Falle ist das schmerzleitende System selbst gestört
oder geschädigt, es liegt sozusagen ein „Ner veneigenschmerz“ vor.
Ein Nervenschmerz hat also keine Warnfunktion mehr hinsichtlich einer örtlichen
Sch
merzursache. Ein
Nervenschmerz betrifft sowohl das zent
rale (= Gehirn
und
Rücken
mark betreffende)
als auch das periphere
(= nicht im Gehirn oder
Rückenmark befindliche) Nervensystem.
Es liegt
in der Regel ein
chronischer Schmerz (=
länger als sechs Monate anhaltender)
vor.
Die verschiedenen
Ursachen für einen Nervenschmerz:
- Zent rale
(= das Rückenmark / Gehirn betreffende)
Störungen oder Schädigungen.
- Metabol
ische
(= stoffwechselbedingte)
Störungen oder Schädigungen von efferenten
(= vom Zentrum
zur Oberfläche leitende)
Ner
ven.
-
Nervenschädigung
oder -störung infolge einer Virusinfektion
-
Nervendurchtrennung
z.B. im Rahmen einer
Amputation.
- Mechanisch schädigende Einwirkungen (Traumen) auf den
Nerv.
Nachstehend werden
entsprechend der aufgeführten Ursachen für einen Nervenschmerz typische
Krankheiten beschrieben und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
1) Zent
rale (= das Rückenmark / Gehirn betreffende)
Störungen oder Schädigungen sind Ursache für den Nervenschmerz nach einer
Querschnittslähmung
und für den sog.
Thalamusschmerz.
Über den Mechanismus der
Schmerzen
tstehung nach einer
Querschnittlähmung
ist wenig bekannt. Nach Thoden (1987) klagen 50% aller Patienten mit
verletzungsbedingten
Querschnittsläsion
über störende Mißempfindungen unterhalb der Verletzungsstelle. Immerhin 27%
leiden unter einem
Nervenschmerz,
vorwiegend im Bereich der
Beine. Teilweise
treten auch krampfartige, viszera
le (= die Ei
ngeweide betreffende)
Ner
venschmerzen
im
Bauchraum
auf. Auch vom Verletzungssegment selbst können
Schmerz en ausgehen,
die oft auf eine Instabilität zurückzuführen sind. Diese Instabilität kann
chirurgisch behoben werden.
Der Schmerzzustand nach einem kompletten Querschnit
t wird auch als
Deafferenzierungsschmerz
bezeichnet.
Zur Behandlung von
Nervenschmerz
en bei einer
Paraplegie
(= Lähmung der Be
ine) kann die kontinuierliche per idurale
(= rückenmarknahe)
Blockade mit Katheter
(= dünner Kunststoffschlauch)
hilfreich sein. Die Einpflanzung des Katheters muß jedoch oberhalb des
geschädigten Segments erfolgen.
Bei Tet
raplegie
(= Lähmung der Be
ine und
Arme)
bedarf die kontinuierliche Per
iduralblockade oberhalb des geschädigten Segments wegen des erhöhten
Risikos einer strengen Indikationsstellung
(= Abwägung von Nutzen und Risiko).
Medikamentös können gegen neu ropathische Schmerz
en Carbamazepin, Pregabalin oder Gabapentin
(= Mittel gegen die Fallsucht,
aber auch bei einem Nervenschmerz wirksam),
Baclofen und schmerzdistanzierende
Antidepressiva
sowie
Neuroleptika
(= Mittel das auf die Psyche wirkt))
versucht werden. Gegen die unangenehme Spastik wirkt am besten Baclofen (z.B.
Lioresal®). Falls bei oraler
(= Tabletten-)
Gabe die Nebenwirkungen zu stark werden, kann die rückenmarknahe Verabreichung
mittels eingepflanzter Pumpe (oder Port) in Erwägung gezogen werden. Mittel der
2. Wahl ist Sirdalud.
Bei
Thalamusschmerzen handelt es sich um ein
sog.
zentrales Schmerzsyndrom
(= das Gehirn
betreffend), ausgelöst durch
Störungen oder Schädigungen in schmerzkontrollierenden Arealen des zentralen
Nervensystems (Tha
lamus).
Hauptursache ist ein
Schlaganfall
(Gehinschlag).
Die betroffenen Patienten klagen in der Regel über einen heftigen Schmerz in der
herdgekreuzten Körperhälf
te (Hemialgie).
Die vorzugsweise brennenden
Dauerschmerzen
können sich attackenartig verstärken. Teilweise liegt eine
Allodynie (= Auslösung
von Schmerz
en durch an sich nicht
schmerzhafte Reize) vor. Fast
regelmäßig besteht eine
Hyperpathie
(= verzögerte Reizantwort, der Schmerz hält über Reizzeit hinaus an bei
insgesamt erhöhter Reizschwelle).
Bei der neurologischen Untersuchung findet sich eine
Hemiparese
(=
Halbseitenlähmung)
mit meist guter Rückbildungstendenz.
Motorische (= die
Muskelkraft betreffende) Störungen
(Chorea (= sog.
Veitstanz), Athetose
(= Haltungs-, Tonus- u.
Bewegung
sstörung))
kommen vor, ebenso die sogenannte Thala
mus
hand nach Poeck
(die
Finger sind im
Grund
gelenk
gebeugt und in den Interphalangeal
gelenke
n (=
Mittelgelenken) überstreckt, sie
zeigen eine
Bewegung
sunruhe; die Fehlstellung gleicht sich beim Auflegen der
Hand auf
eine feste Unterlage aus) und eine meist gering ausgeprägte Ataxie
(= funktionelle Störung der
Bewegungsabläufe).
Der Nachweis der zugrunde liegenden
Störung oder Schädigung ist durch Computertomographie, Angiographie
(= Gefäßdarstellung mit
Röntgenstrahlen) und
Kernspintomographie möglich.
Die Behandlung
dieser Nervenschmerz
en ist selbst für den erfahrenen Schmerztherapeuten eine große
Herausforderung.
Medikamentös kann Carbamazepin (z.B. Tegretal®)
(= ein Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch bei diesem
Schmerz wirksam) in aufsteigender Dosierung bis zu 1500mg /Tag versucht werden (Swerdlow
1984). Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®) wirken oft besser,
sind aber deutlich teurer. Phenytoin (z.B. Epanutin®) soll ebenfalls
schmerzlindernd sein (Cantor 1972). Teilweise sahen wir auch mit Baclofen
(z.B. Lioresal®) (= ein im Rückenmark / Gehirn wirkendes Mittel zur Muskelentspannung)
eine günstige Wirkung. Ansonsten bleibt oft nur die Verschreibung von
Opiaten.
Teilweise spricht ein
Nervenschmerz gut auf die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) an. Nach Austestung
mittels diagnostischer Blockaden (Betäubungen) werden im
Extremitäten
bereich (=
Arme und
Beine)
wiederholte Ple xus brachial
is-, N. femoral
is- und/oder Ischiad ikusblockaden
durchgeführt, oft sind sie längerfristig nur in der
kontinuierlichen Form mit Katheter
(= eingepflanztem dünnem
Kunststoffschlauch) erfolgreich.
Bei Mitbeteiligung des
Gesicht
es kommen wiederholte Blockaden der betroffenen
Trigeminusäste in Frage.
Angesichts eines "zentralen Schmerzes"
(= Nervenschmerz, der im
Rückenmark / Gehirn entsteht)
erscheint die Durchführung von
Nervenblockaden zugegebenermaßen paradox. Wir haben jedoch festgestellt, daß
bei ca. 40-50% der betroffenen Patienten diese Therapie tatsächlich anspricht
und zu einer Schmerzlinderung führt. Möglicherweise wird durch die zentrale
Läsion (=
Störung/Schädigung) teilweise ein
peripheres (= mehr
oberflächliches) Schmerzsynd rom herbeigeführt,
vielleicht indem neurobiologische Mechanismen der Perzeption
(= Empfindung,Wahrnehmung) durch das
efferente sympathische System
(= weggeleitete Erregungen im
unwillkürlichen Nervensystem) mehr
oder weniger ausgeprägt aktiviert werden. Für eine Beteiligung des sympathischen
Systems sprechen auch die Berichte von Loh et al. (1980) und Nathan
(1980), wonach ein Schmerz im
Arm und/oder
Bein nach einer
Störung/Schädigung des Zentralnervensystems
(= Rückenmark und Gehirn)
durch
Sympathikusblockade
n beseitigt oder
gelindert werden können. Da die
Nerven
stämme (besonders Plexus brachialis (= Nervengeflecht des Armes))
auch vegetative, sympathische Fasern mit sich führen, kann eine solche Wirkung
postuliert werden.
In diesem Zusammenhang ist
folgende Nachricht interessant, denn bisher ging man auch bei diesem
Schmerz von einer
zentralen (= im
Gehirn oder Rückenmark)
Schmerzentstehung aus:
"Die nach
Amputationen
gefürchteten
Phantomschmerzen
entstehen direkt im betroffenen Nerv und nicht wie bislang vermutet im zentralen
Nervensystem. Dies haben ein kanadisch-australisches Forscherteam unter der
Leitung von Peter Smith von der Universität von Alberta herausgefunden"
(6.6.2006
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/266039.html).
2) Metabol ische
(= stoffwechselbedingte) Störungen
oder Schädigungen verursachen den Schmerz bei der
Polyneuropathie. In der Praxis dominieren mit je einem Drittel der Fälle die
alkohol
ische
und die diabet
ische
Genese
(= Entstehung)
(Neundörfer 1988). In unklaren Fällen ist vor allem an exotoxische (= von außen zugeführte Gifte betreffend)
Ursachen durch Medikamente (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie
Gewerbegifte zu denken, daneben kommen endotoxische
(= Gifte die im Körper selbst entstehen)
(Porphyrie, Urämie) und evtl. infekt
iöse Ursachen (Lyme
Borreliose,
Ehrlichiose
nach
Zeckenbiß bzw.
Zeckenstich) in
Frage.
Die Patienten klagen über brenne nde
Dauerschmerzen im
Versorgungsgebiet peripherer
(= mehr oberflächlicher)
Nerven,
Parästhesien
(= Fehlempfindungen),
Hyperästhesien
(= gesteigerte
Empfindlichkeiten für Berührungsreize)
und
Hyperpathien (= Überempfindlichkeiten gegenüber allen örtlichen
Reizen mit erhöhter Reizschwelle),
Druckschmerzhaftigkeit von Ner
ven
und
Muskeln sowie evtl.
über motorische (= die
Muskel
funktion betreffende)
Reizerscheinungen (Cram
pi) (Gerstenbrand et Rumpl
1988). Charakteristisch sind socken- bzw.
hand schuhförmige
Sensibil
itätsstörungen
(= Störungen der Empfindlichkeit).
Die Behandlung dieses Nervenschmerz es erfolgt in erster
Linie kausal, also der Ursache entsprechend: bei Diabetes mellitus Optimierung
der Zuckereinstellung, bei toxischer
(= durch Gifte entstandene)
Polyneuropa
thie Verzicht auf „Nervengifte“ wie z.B. Alkohol.
Symptomatische (=
auf die Krankheitszeistronghen ausgerishtete)
Therapie:
Thioctsäure (alpha-Liponsäure) führt zu einer Reaktivierung des
Multienzymkomplexes und möglicherweise zur Bindung diabetischer Ketone.
Neurotrope Vitamine
(= „Nervenvitamine“): Die mehr
oder weniger hochdosierte Verabreichung neurotroper Vitamine ist bei Polyneuropa
thien allgemein üblich. Leider führt
diese Therapiemaßnahme in den wenigsten Fällen zu einer Verbesserung.
Analgetika
(=
Schmerzmittel): Ein Nervenschmerz ist in der Regel durch Schmerzmittel nur schwerlich
günstig zu beeinflussen. Am ehesten ist noch ein Effekt von zentral wirksamen
Analgetika (=
Schmerzmittel die im Rückenmark / Gehirn wirken)
zu erwarten. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, sicher wirksame
Schmerzmedikamente zu empfehlen.
Gegen diesen Schmerz wirken am besten die sog. Antiepileptika
(= eigentlich Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch gegen diesen Schmerz hilfreich).
Als erste Wahl gelten heute Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®),
als 2. Wahl Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
Eine Kombination aus Metamizol (z.B. Novalgin®) und Chinin soll relativ
zuverlässig schmerzlindernd sein. Ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalze
(Keltican®) kann versucht werden.
Wiederholte Ner venblockaden: Die
wiederholte Blockierung (Betäubung) der korrespondierenden Nervenleitungen mit
einem langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B.
Bupivacain) hat sich beim neu
ropathische
n Schmerz sehr bewährt. Dabei kommt es
neben der (erwünschten) Hemmung der Schmerzreizleitung gleichzeitig zu einer
Blockade vegetativer (sympathischer) Faseranteile, woraus eine sehr deutliche
Mehrdurchblutung im korrespondierenden Gewebebereich resultiert, die jedem
entzündlich/degenerativen Prozeß nachhaltig entgegenwirkt. In diesem
Sinne ist diese Behandlung z.B. bei Polyneuropa
thie nicht nur symptomatisch, sondern
fast schon kurativ
(= auf die Ursache
ausgerichtet).
3)
Eine
Nervenschädigung oder -störung infolge
einer Virusinfektion liegt bei der sog. Postzosterischen Neuralg
ie (Zosterneuralgie)
vor. Vorausgegangen ist die
Herpes zoster
-Erkrankung, eine neurodermale
(=
Ner
ven und Haut betreffende) Infektionskrankheit. Der Erreger ist der Her
pes-Varizellen-Virus.
Der Name Zos
ter
kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gürtel“ entsprechend der gürtelförmigen
Hautausbreitung am Körperstamm. Aus diesem Grund wird die Krankheit auch als
Gürtelrose bezeichnet.
Der
Herpes zoster
befällt überwiegend die Nervensegmente der unteren Brustwir belsäule,
seltenerstrongden Gesichts- bzw. Kop fbereich (Zoster
ophthalmicus,
Zoster oticus).
Die Erkrankung beginnt mit einem brennenden, juckenden
Nervenschmerz im
Bereich der befallenen Nervensegmente und geht mit Sensibilitätsstörungen
einher. Schon die Berüh
rung der Haut im befallenen Bereich verursacht einen starken Schmerz (die
sog.
Allodynie). Einige
Tage später bilden sich Hauterscheinungen wie rote Flecken, Pusteln und Papeln
aus. Diese sog. Effloreszenzen heilen in der Regel nach 2 - 4 Wochen ab und
normalerweise verschwinden dann auch die Schmerz en wieder.
Wenn der Schmerz die Hauterscheinungen des
Herpes zoster
überdauert, meistens nach 4-6 Wochen, dann ist die Krankheit in eine
postherpetische Neuralgie
(Postzosterische
Neuralgie) übergegangen. Der Schmerzcharakter bei der postzos
terischen
Neuralgie wird von
den Patienten uneinheitlich beschrieben: anhaltend tief drückend oder brennend,
blitzartig einschießend, stechend und brennend. Teilweise liegt auch eine Al
lodynie
(= Schmerzauslösung durch an sich nicht schmerzhafte Reize,
z.B. Kleidung) vor.
Die Behandlung
dieser
Neuralgie ist
schwierig und sollte deshalb dem erfahrenen Schmerztherapeuten überlassen
werden. Ein anhaltender Nervenschmerz, erfordern praktisch immer eine
Kombination von verschiedenen Therapieverfahren:
- Information über die Erkrankung
- Medikamentöse Behandlung
(u.a.
Schmerzmittel, bei einem mehr anfallsartigen Schmerz auch
Antiepileptika, schmerzlindernde
Psychopharmaka, auch als Infusionen,
individuell ausgetestet)
-
Therapeutische Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
in Form von
Infiltrationen und
Nervenblockaden, evtl. auch rückenmarknahe Blockaden, auch
kontinuierlich mit Katheter
- Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen)
bei Funktionseinbußen
-
Akupunktur (Schmerzakupunktur)
- TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen
tragbaren Gerät abgegeben werden)
-
Psychologische Therapieverfahren
(bes. Entspannungsverfahren und
Schmerzbewältigungstraining)
4)
Eine Ner
vendurchtrennung z.B. im Rahmen einer Ampu
tation
(durch Operation oder Unfall) kann zu
Phantomschmerz
en
(= Schmerzempfindung in einem Körperteil, der gar nicht mehr vorhanden ist)
führen. Dieser Nervenschmerz tritt meist unmittelbar nach der
Ampu
tation auf. Wir sehen jedoch
immer wieder Fälle, bei denen sich
Phantomschmerzen
erst nach Jahren, in Ausnahmefällen sogar erst nach Jahrzehnten, einstellten.
Die Angaben zu Schmerzperiodizität und Schmerzqualität lassen kein einheitliches
Muster erkennen. Bei der Abfrage der Schmerzqualität dominieren Begriffe wie
"brennend", "schneidend" und "wie eingeklemmt". Überwiegend wird ein
attackenförmiger Schmerzverlauf angegeben, wobei die
Schmerzattacken
minuten- bis tagelang dauern können. Bei fast allen Patienten mit
Phantomschmerzen
liegt eine klimatische Schmerzmodulation
(= Änderung des
Schmerzzustandes) vor.
Bei
Amputationen im
Bereich der Be
ine stellen sich in der Regel später auch
behandlungsbedürftige Beschwerden an kontralateralen
(= gegenüberliegenden)
Gelenken und an der Wir
belsäule ein, bedingt durch
unphysiologische (= unnatürliche)
Dauerbelastungen.
Besonders bei einem anfallsartigen, einschießenden Schmerz sollten zur
Schmerzbehandlung
Antikonvulsiva (z.B. Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin)
(= Mittel gegen das
Anfallsleiden, aber auch bei der Diagnose "Nervenschmerz" wirksam)
versucht werden. Hin und wieder ist auch ein Therapieversuch mit Baclofen
(z.B. Lioresal®) (=
Mittel zur Muskelentspannung)
erfolgreich.
Unterstützend (selten als einzige Therapie ausreichend) haben sich
schmerzdistanzierende
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depressionen,
aber auch auch bei der Diagnose "Nervenschmerz" hilfreich)
sehr bewährt. Wir bevorzugen Maprotilin (z.B. Ludiomil®) und Doxepin
(z.B. Aponal®).
Oftmals ist die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) in Form von häufig
wiederholten Ner
ven-
und Leitungsbetäubungen sehr hilfreich.
5)
Mechanische Schädigung:
Nach einer Ner
venverletzung
kann es zu einer
Kausalgie, neuerdings auch als
CRPS Typ II (komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II)bezeichnet, kommen.
Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch einen qualvollen, glühenden
Brennschmerz der
betroffenen Gl
iedmaße, auslösbar oder verstärkt schon durch leiseste Berüh
rung ((evtl. auch entfernter Körperstellen (Synästhesalg
ie)),
durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalg
ie),
Wärme, Affekte oder bloße Schmerzvorstellung (Sympsychalg
ie). Es
liegt ein Nervenschmerz vor.
Meist bestehen ferner Störungen der
Durchblutung und der Hauttrophik
(= Ernährungs-/Wachstumszustand
der Haut).
Die Schmerzausbreitung ist unabhängig vom Innervationsgebiet
(= Versorgungsgebiet eines
Ner
ven), erfolgt evtl.
auch auf die gegenseitige Gl iedmaße (Alloparalg
ie).
Im chronifizierten Stadium sind wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des betroffenen Nervs mit einem langwirkenden Betäubungsmittel hilfreich,
optimal sind kontinuierliche
Blockaden mit Katheter
(= eingepflanztem dünnen Kunststoffschlauch).
Letztgenannte Maßnahme sollte aber nur stationär (Schmerzklinik)
durchgeführt werden.
Wenn ein
Nervenschmerz längerfristig besteht, ist davon auszugehen, daß bereits
ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In
diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche)
Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich
psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Die
invasiven
(= in den Körper eindringenden)
Therapiemethoden der
speziellen
Schmerz-therapie setzen
eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen
therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die
kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in
ganz wenigen
Schmerzzentren
(Schmerzkliniken)
durchführbar, so z.B. in Bad Mergen
theim.

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- Sie können auch die Suchfunktion auf Ihrem Bildschirm oben links benutzen (Bearbeiten/Suchen),
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Aktualisiert: >09.01.2007</>
kuSB
A
Achillobursitis,
Achillodynie,
Achillessehnenentzündung,
Adoleszentenkyphose,
Algodystrophie-Syndrom,
Algoneurodystrophie,
Algogenes Psychosyndrom,
Algurie,
anhaltende somatoforme Schmerzstörung,
ankylosierende Spondylitis,
Apoplexia,
Apoplexia cerebri,
Apoplex (1),
Apoplex (www.apoplex.biz)
(2), Armneuralgie,
Armplexusläsion,
Armschmerz,
arterielle
Durchblutungsstörungen,
(www.durchblutungsstoerungen-arterielle.de),
Armschmerzen (http://www.armschmerzen.eu),
arterielle
Verschlußkrankheit (www.verschlusskrankheit-arterielle.de),
Arteriitis temporalis,
Arteriitis granulomatosa,
Arthritis (www.arthropathien.de/arthritis),
Arthritis urica,
Arthropathia,
Arthrose (www.1-arthrose.de)(1),
Arthrose (www.iliosakralgelenk.de/arthrose)(2),
Arthrosen,
Arthrose im Knie,
Arthrose (in) der Schulter,
Arthroseschmerz,
Attacke bei
Migräne,
Auriculotemporalis-Syndrom,
Atypischer Gesichtsschmerz,
Aurikulotemporales Syndrom,
B
Baastrup,
Bandscheibenentzündung,
Bandscheibenschmerz,
Bandscheibenprolaps (www.bandscheibenprolaps.com)(1),
Bandscheibenprolaps (www.lumbalgie.de/bandscheibenprolaps)(2),
Bandscheibenprotrusionen,
Bandscheibenschäden,
Bandscheiben-Syndrom (www.bandscheiben-syndrom.de),
Bandscheibenvorfälle
(www.lumbal-syndrom.de/bandscheibenvorfaelle),
Bandscheibenvorwölbung,
Bandscheibenvorfall (www.bandscheibenvorfall.biz)(1),
Bandscheibenvorfall (2),
Basilarismigräne,
Bechterew,
Beckenringsyndrom,
Beckenschmerz,
Behandlung bei
Krebsschmerz,
Beine-offene,
Beingeschwür,
Beingeschwüre,
Bing Horton Neuralgie (www.bing-horton-neuralgie.de),
Beinschmerzen (http://www.beinschmerzen.com),
Beschleunigungsverletzung,
Bing-Horton-Kopfschmerz (www.bing-horton-kopfschmerz.de),
Bing-Horton-Syndrom (www.bing-horton-syndrom.de),
Blasenentzündung (www.xn--blasenentzndung-8vb.com),
Bouchard-Arthrose,
Borrelieninfektion,
Borreliose
(www.bor-reliose.de),
Brustschmerz,
Brustentfernung,
Brustwirbelsäulensyndrom,
Burning-feet-Syndrom (www.burning-feet-syndrom.de),
Bursitis (http://www.bursitis.at),
Bursitis calcarea,
Bursitis olecrani,
Bursitis poplitealis,
Bursitis subachillea,
Bursitis subacromialis,
Bursitis subdeltoidea,
BWS-Syndrom (http://www.bws-syndrom.eu),
Bursitis trochanterica,
Brustwirbelsäulensyndrom
C
Carpaltunnel-Syndrom (www.carpaltunnel-syndrom.de),
Calcaneodynie,
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